Das erneute Informationsgespräch mit der BARMER

Cannabis auf Rezept - das Telefonat mit der Barmer

Heute morgen erhielt ich den versprochenen Anruf meiner Krankenkasse bezüglich weiterer Informationen zum Cannabisrezept. Wir konnten ein paar offene Fragen klären und ich habe mit einem befreundeten Anwalt gesprochen um die restlichen Fragen zu klären. Einige Fragezeichen bestehen aber noch immer.

Der Rückruf der Krankenkasse

Wie versprochen wurde ich heute morgen von der BARMER angerufen, eine für die Uhrzeit außerordentlich glückliche und freundliche Dame hat das Gespräch geführt. Sie konnte nicht alles beantworten, dass war mir vorab klar, wie engagiert sie aber zu Helfen versucht hat, das hat mich beeindruckt.

Folgende Fragen wurden beantworten

  • “Ich war seit Jahren nicht beim Arzt oder Psychiater, muss ich jetzt wieder erst Jahrelang Ritalin oder Concerta nehmen?”
    – Nein, der Arzt kann entscheiden ob die Cannabis-Therapie angemessen ist.
  • “Wird auch das Rauchbegleitmaterial (bspw ein Vaporizer) von der Krankenkasse bezahlt?”
    – Unter Umständen, das wird im Einzelfall entschieden und ist bspw auch davon abhängig, welche Einnahmeform der Arzt verschreibt. Zunächst soll ich mich aber mal um das Rezept kümmern.



Folgende Fragen wurden nicht beantwortet

  • “Darf ich dann ganz legal Auto fahren, wirklich? Können die das auch nicht widerrufen?”
    – Ich soll mir unbedingt vom Arzt bescheinigen lassen, dass ich fahrtauglich bin. Rechtlich hat sie dazu aber auch keine Information. Da müsste ich wohl mit einem Anwalt sprechen.
  • “Muss ich das meinem Arbeitgeber sagen?” und “Muss ich das meinem Arbeitgeber sagen, wenn ich meinen Firmenwagen behalten möchte?”
    – Das kann sie so auch nicht beantworten, aber wenn mir mal jemand ins Auto fährt und das dann zur Sprache kommt, könnte das unangenehm werden. Offen ansprechen wird empfohlen, aber rechtlich hat sie da auch keine Information. Da müsste ich wohl mit einem Anwalt sprechen.
  • “Darf ich mich dann stoned ins Büro setzen und mein Arbeitgeber kann nichts dagegen tun?”
    – Cannabis als Medikament dürfte meine Arbeitsleistung nicht einschränken, falls doch sollte ich doch mit meinem Arzt über alternative Einnahmeformen und Präparate sprechen. Rechtlich hat sie dazu aber auch keine Information. Da müsste ich wohl mit einem Anwalt sprechen.

Ich verstehe, dass eine “einfache Bürofachangestellte” (das ist nicht abwertend gemeint, sondern im Kontext zu werten), keine Rechtsberatung am Telefon durchführt. Aber ich gehe davon aus, dass die BARMER eine Armee an Anwälten hat und ich nicht der einzige bin der Fragen in diese Richtung hat. Liebe BARMER wie wäre es mit einem Beratungsservice bei medizinischen Rechtsfragen? Also habe ich mit einem mir bekannten Anwalt gesprochen.

Das Gespräch mit dem Anwalt

Vorab möchte ich klar stellen, dass der befragte Anwalt auf ein ganz anderes Fachgebiet spezialisiert hat, die Absprache keine verbindliche Rechtsberatung sondern ein rein informatives Gespräch unter Freunden darstellt und er lediglich seine persönliche Einschätzung geschildert hat.

  • “Muss ich das meinem Arbeitgeber sagen?”

    Also, ich bin kein Arbeitsrechtler, würde aber eine Mitteilungspflicht nur bejahen, wenn es eine Art Fürsorgepflicht von dir gegenüber deinem Arbeitgeber gäbe.

  • “Darf ich dann ganz legal Auto fahren, wirklich? Können die das auch nicht widerrufen?” und “Muss ich das meinem Arbeitgeber sagen, wenn ich meinen Firmenwagen behalten möchte?”

    Den Führerschein kann man mE verlieren, wenn man regelmäßig Canabis konsumiert. Aber das wäre arbeitsrechtlich dann quasi “dein Problem”. Daran würde auch das Bescheid sagen nix ändern

Viel schlauer bin ich also nicht, dennoch werde ich mein “Projekt: Cannabis Rezept” vorerst für mich behalten.

 


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